Idil Biret
TR |
EN |
DE |
Eigene Schriften

Anmerkungen zu Liszts Klaviertranskriptionen von Idil Biret

Beethoven/Liszt, Samtliche Sinfonien, EMI.Es ist richtig, daß ein Klavier trotz seiner immensen Möglichkeiten niemals einen vergleichbaren machtvollen Klang erzeugen kann wie ein Orchester. Ich erinnere mich daran, daß wir im Konservatorium nach Sicht einen Klavierauszug von einem Orchesterwerk anfertigen mußten. Wir stellten fest, daß wir, wenn wir laut spielten und das Pedal fast ununterbrochen traktierten, in der Lage waren, in gewissem Umfang die Wirkung eines großen Sinfonieorchesters zu erzielen.

Mehr…

Über Rachmaninov

rachm_k.jpgEine neues Jahrtausend vorangehend, war das 20. Jahrhundert eine Zeit der Bewegung, der Intoleranz und der extremen Unrast. In diesem Klima änderte sich auch das Verständnis und der Zweck der Kunst. Die Musik wurde, genau wie die anderen Kunstformen, ein Feld für sehr unterschiedliche Experimente und man sah es als notwendig an, einen “neuen” Klang zu kreieren.

Die Wurzeln dieser Experimente gehen zurück auf die Kompositionen von Wagner und Liszt, deren visionäre Werke des 19. Jahrhunderts die moderne Ära enorm beeinflußte.

Mehr…

Chopin interpretieren

chopin_k.jpgObgleich die romantische Ära in der Musik und ihre Aufführungen nicht so sehr von unserer heutigen Zeit entfernt sind, scheinen wir uns selbst aus verschiedenen Gründen von ihr distanziert zu haben.

Eine der Konsequenzen mag sein, daß sehr häufig Komponisten, die eigentlich recht unterschiedlich von einander sind (Chopin, Liszt, Schumann und Wagner), gleichsam als “romantische Komponisten” bezeichnet werden.

Mehr…

Brahms 1. Klavierkonzert und seine Ursprünge in Schumanns Introduktion und Allegro op. 134

brahms_k.jpgSeit dem Septembertag im Jahre 1853, als Johannes Brahms dem Ehepaar Clara und Robert Schumann einen ersten Besuch machte, war zwischen ihnen eine ganz besondere Freundschaft entstanden.

Brahms hatte die Schumanns als Pianist und Komponist tief beeindruckt. Robert Schumann äußerte seine Begeisterung für den aufstrebenden Kollegen in einem Artikel mit dem Titel “Neue Bahnen”, der im Oktober in der Neuen Zeitschrift für Musik erschien.

Mehr…

Über Wilhelm Kempff

wilhel-kempff_k.jpgIch traf Wilhelm Kempff zum ersten Mal im Alter von sieben Jahren in einem Hotel in Paris. Dort gab es ein Wandklavier in der Vorhalle, auf dem ich für ihn spielte.

Es war eine ganz neue Erfahrung und ein wundervolles Gefühl, einen solch großen Künstler zu treffen, der gleichermaßen derart bescheiden war. Alle Musiker, die ich bis dahin kennen gelernt hatte, waren ziemlich extravagant und hochtrabend.

Mehr…